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Beliebte Yoga-Stile – Für mehr Durchblick im dichten Yoga-Dschungel

Yoga ist mittlerweile in aller Munde und sorgt vor allem auf Instagram für ästhetischen Augenschmaus.

Es ist allerdings viel mehr als nur akrobatische Verrenkung. Es ist eine hervorragende Möglichkeit, um sowohl den Körper als auch den Geist zu trainieren und zu entspannen. Gerade bei einem stets vollen Terminkalender kann Yoga als Ausgleich praktiziert werden. Selbst kleine Yoga-Einheiten von täglich fünf Minuten können euch helfen, mehr Gleichgewicht in euren Alltag zu bringen.

Genauso wie es mehr als nur eine Sportart gibt, so existieren auch mehrere Yoga-Stile. Wie findet ihr also den Yoga-Stil, der zu euch passt?

Wir haben unsere Athletin und Yoga-Expertin Janis Bär befragt.

Ihre ersten Erfahrungen machte Janis mit Bikram Yoga. Auch wenn sie Yoga anfangs rein körperbezogen und ohne den esoterischen Teil praktizieren wollte, so stellte sie schnell fest, dass Yoga etwas Magisches mit sich bringt und sie mehr darüber wissen wollte.

Nach Erfahrungen mit Hatha Yoga, Acro Yoga, Bikram Yoga, SUP Yoga, Yin Yoga, Ashtanga und weiteren Yoga-Stilen kam sie zu der Erkenntnis: „Ich fühle mich frei wenn ich Yoga ganz nach Gefühl praktiziere – ohne mir dabei Gedanken zu machen, welche Art und welche Ausführung zu welcher Yogaform gehört.“ Das Wichtigste sei hierbei, sicher in den Übungen sowie der Ausführung zu werden – der Stil kommt bzw. findet sich dann von ganz allein. Das Yoga, das sie praktiziert, würde sie am ehesten als Powerful Yoga beschreiben. Der Fokus liegt auf der körperbezogenen, kraftvollen und intensiven Ausführung der Übungen, die fließend hintereinander vollzogen werden. Auf diese Art praktiziert und unterrichtet sie und teilt somit ihre Liebe zum Yoga.

Wir geben euch nun einen kleinen Überblick über die beliebtesten Yoga-Stile.

Hatha Yoga

Der wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Yoga-Stil ist ruhig und statisch in der Übungspraxis. Im Fokus liegen die Übungen (Asanas), Meditation, Atemübungen und das Singen von Mantren. Durch die Ausführung der Asanas können eure Muskeln, Bänder und Sehnen gedehnt sowie gestärkt werden. Hatha Yoga ist für all jene geeignet, die ruhiger, ausgeglichener und entspannter sein wollen.

Vinyasa Yoga

Hierbei werden die einzelnen Asanas sehr dynamisch miteinander verbunden, sodass die Ausführung an einen Tanz erinnert. Typisch für diesen Yoga-Stil ist die Ujjayi-Atmung, welche als ein ozeanisches Rauschen im Hals interpretiert werden kann. Die Übungen nehmen zunehmend an Komplexität zu und trainieren so Achtsamkeit, Kondition und Kraft.

Vinyasa Power-Yoga

Hier werden die Übungen mit Sprüngen kombiniert, wodurch ein fließender Bewegungsablauf hergestellt wird. Der Körper ist stets höchst aktiv und wird gefordert, wodurch die Ausdauer trainiert wird. Durch die Abstimmung der Atmung auf die Bewegungen kann gleichzeitig der Geist zur Ruhe kommen.

Jivamukti Yoga

Dieser Yoga-Stil – der übersetzt „Befreiung der Seele“ bedeutet – existiert bereits seit den 1980er Jahren und nutzt Musik als zentrales Element. Die Bewegungen sind sehr fließend und schon fast tänzerisch. Durch die Kombination der Asanas mit Meditation und Mantrasingen werden sowohl Körper als auch Geist gefordert.

Bikram Yoga

Wer Sauna mag, wird Bikram Yoga lieben. Denn die Übungen werden bei ca. 38-40°C Raumtemperatur praktiziert. Die Muskeln und Sehnen werden hierdurch geschmeidig und das Verletzungsrisiko wird verringert. Bikram Yoga ist perfekt für all jene, die ihren Körper entgiften sowie trainieren wollen und denen die eine oder andere Schweißperle nichts ausmacht.

Iyengar Yoga

Bei diesem körperbetonten Yoga-Stil ist die spirituelle Komponente nebensächlich. Der Fokus liegt auf dem langen Halten und der präzisen Ausführung der Übungen für eine maximale Wirkungsentfaltung. Hierfür werden Hilfsmittel wie Matten, Gurte oder Blöcke verwendet, um auch weniger flexiblen Menschen das Einnehmen der Stellungen zu ermöglichen und das Verletzungsrisiko zu minimieren. Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit können verbessert und Haltungsfehler sogar behoben werden.

Kundalini Yoga

Kundalini bedeutet Energie und diese soll durch diverse Übungen angeregt werden. Körperhaltungen, reinigende Übungen, Meditation, intensive Atemübungen und Mantrasingen werden im Wechsel praktiziert. Es geht um die Steigerung des Durchhaltevermögens und der Konzentration sowie der Verbesserung der Stimmung und der Stärkung der Nerven.

Unsere Liste an Yoga-Stilen ist natürlich bei weitem nicht abschließend. Oft findet man seinen persönlichen Yoga-Stil auch nicht beim ersten Versuch. Deshalb noch ein Tipp von Janis: „Vertraue deinem Gefühl und höre auf deinen Körper. Wenn es sich gut anfühlt, dann bist du auf dem richtigen Weg und die Reise kann beginnen.“

PS: Yoga ist übrigens seit 1. Dezember 2016 Immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO.

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